Die globalen Kaffeepreise sinken
Die Kaffeepreise fallen aufgrund günstiger Witterungsbedingungen in Brasilien. Der Preisverfall verunsichert jedoch brasilianische Kaffeebauern und hält sie vom Verkauf ab, was es Exporteuren erschwert, neue Aufträge anzunehmen.
Bei sinkenden Marktpreisen fließen zum Teil Käufe aus Europa und den USA auf den Markt, was die Preise stützt und einen plötzlichen Preisverfall unwahrscheinlich macht.
Laut Daten des brasilianischen Handelsministeriums wird die brasilianische Kaffeeproduktion bis 2025 zurückgehen, sodass die Kaffeebauern nur noch geringe Lagerbestände haben. Die Exporte im Januar 2026 werden voraussichtlich um etwa 42 % niedriger ausfallen als im Vorjahreszeitraum.
Der Handel mit 25 Jahre altem brasilianischem Kaffee wird voraussichtlich früher als in den Vorjahren enden.
Angesichts der aktuell geringeren brasilianischen Kaffeeproduktion ist es unbestreitbar, dass die in diesem Jahr vertriebene Menge an brasilianischem Kaffee geringer ausfallen wird als im Vorjahr und die Kaffeepreise aufgrund von Marktpreisen und Wechselkursschwankungen schwanken werden. Es ist jedoch anzumerken, dass die Verteilung von brasilianischem Kaffee vom Herbst bis zum Winter in diesem Jahr voraussichtlich geringer ausfallen wird als im Vorjahr.
Anfang Februar begannen große japanische Röstereien mit einmaligen Käufen brasilianischer Handelsware, da die brasilianischen Lagerbestände in Japan nahezu aufgebraucht sind. Der nächste Handel mit Handelsware in Hongkong wird erst nach August möglich sein.
Laut Angaben brasilianischer Exporteure sind die diesjährigen (2025) Lagerbestände fast erschöpft, und der Handel wird zweifellos früher als in den Vorjahren enden.
Die diesjährige Ernte (Juni bis August) wird voraussichtlich im Januar 2027 eintreffen.
In diesem Szenario ist selbst bei einem Rückgang des Kaffeemarktes mit sinkenden Handelspreisen aufgrund der extrem niedrigen Lagerbestände zu rechnen. Im schlimmsten Fall drohen Engpässe und lange Wartelisten für die nächste Ernte.
Besonders besorgniserregend ist die Lage bei brasilianischen Spezialitätenkaffees. Erfreulicherweise wird erwartet, dass die Importe in diesem Jahr niedriger ausfallen als im Vorjahr.
Die Exporte Tansanias sind aufgrund einer schlechten Ernte im letzten Jahr deutlich zurückgegangen, daher ist mit einem deutlichen Rückgang der Importe nach Japan zu rechnen.
Aktuell gibt es keine Probleme, da die neue Erntezeit gekommen ist. Allerdings ist ab Sommer mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Produktengpässen und steigenden Preisen zu rechnen.
Der kolumbianische Kaffeeproduzentenverband berichtete, dass die Kaffeeproduktion im Januar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa 34 % zurückgegangen ist.
Ungeachtet der Lage am Kaffeemarkt sind die lokalen Handelspreise in Kolumbien daher hoch.
Auch die japanischen Lagerbestände sind aufgrund von Käufen großer Röstereien deutlich gesunken und liegen seit Mai brach. Supremo-Produkte sind in Japan derzeit fast gar nicht erhältlich.
Laut Informationen aus Äthiopien wird die Produktion in den südlichen Regionen Sidamo, Guji und Ilgachafe in diesem Jahr voraussichtlich deutlich zurückgehen (um etwa 20–30 %). Aufgrund der starken Nachfrage aus Europa und den USA, insbesondere nach Spezialitäten, steigen die Preise in Äthiopien. Seien Sie daher vorsichtig.
Die Menge an gereinigter Ware aus Äthiopien ist noch stärker und deutlich geringer, was in diesem Jahr zu erheblich höheren Preisen für Reisegepäck führt.
Aufgrund der Auswirkungen des Zyklons im vergangenen November kam es zu erheblichen Logistikproblemen bei indonesischem Arabica-Kaffee, und die Liefertermine waren ungewiss.
Infolgedessen sind die Lagerbestände japanischer Handelsunternehmen größtenteils ausverkauft. Laut neuesten Informationen wird Mandarin G-1 erst nach Juni wieder erwartet.
Nicht nur in Sumatra, sondern auch auf anderen Inseln sind die Preise für Arabica-Kaffee aufgrund des Zyklons stark gestiegen.
Dadurch steigen auch die Bestellungen der Unternehmen, und es kann zu einem vorübergehenden Verkaufsstopp kommen, sobald die Lagerbestände aufgebraucht sind.
Koffeinfreie Produkte erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Der japanische Inlandsmarkt soll Prognosen zufolge bis 2025 ein Volumen von über 6 Milliarden Yen erreichen und sich damit gegenüber 2019 verdoppeln. Viele Restaurantketten bieten mittlerweile koffeinfreie Alternativen an.
Früher hatten koffeinfreie Produkte einen schwächeren Geschmack, doch technologische Innovationen haben diesen verbessert. Es heißt, dass immer mehr Menschen auf den Gesamtkoffeingehalt ihrer Getränke achten, weil sie ihren Koffeinkonsum berücksichtigen.