Die deutsche Wirtschaft wuchs im ersten Quartal um 0,3 %
Laut vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes vom 30. April wuchs die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal. Bereinigt um Preis-, Saison- und Arbeitstagseffekte stieg das deutsche BIP im ersten Quartal dieses Jahres um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal. Im vierten Quartal des Vorjahres hatte die deutsche Wirtschaft um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal zugelegt.
Das Statistische Bundesamt erklärte in seiner Mitteilung, dass die privaten und öffentlichen Konsumausgaben der Haupttreiber des Wirtschaftswachstums im ersten Quartal waren. Auch die Exporte stiegen.
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft gab am selben Tag eine Stellungnahme ab, in der es hieß, der durch den Nahostkonflikt ausgelöste starke Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise belaste die Wirtschaft zunehmend. Sollte der Konflikt andauern, werde er nicht nur das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern weiter schwächen, sondern auch internationale Lieferketten stören und möglicherweise im zweiten Quartal zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung führen.
Die Bundesregierung wies kürzlich in ihrem Frühjahrsbericht zur Konjunkturprognose darauf hin, dass die Aussichten für die deutsche Wirtschaftserholung aufgrund der Auswirkungen des Nahostkonflikts fragil sind. Der Bericht prognostiziert für 2026 ein Wirtschaftswachstum von lediglich 0,5 Prozent, deutlich weniger als die im Januar dieses Jahres prognostizierten 1 Prozent. Gleichzeitig belasten anhaltende protektionistische Handelsmaßnahmen die Exporte und setzen die Wirtschaft zusätzlich unter Druck.