Der Verdächtige des schwedischen Schulmassakers wurde enttarnt: Er wurde der Geisteskrankheit verdächtigt und besaß vier Schrotflinten
Stockholm: Laut Berichten des Swedish Express, Aftonbladet und des schwedischen Fernsehens vom 5. Ortszeit wurde die Identität des Verdächtigen beim Schulmassaker in Örebro, Schweden, bestätigt. Er wird verdächtigt, an einer psychischen Erkrankung zu leiden und besitzt vier Schrotflinten auf seinen Namen.
Der Verdächtige heißt Rickard Andersson und ist 35 Jahre alt. Am 4. eröffnete er am Mittag Ortszeit das Feuer auf die Menge vor einer Volkshochschule in Örebro und erschoss sich dann selbst. Bei der Schießerei kamen elf Personen ums Leben, darunter auch der Verdächtige, und sechs Personen wurden verletzt. Es wird berichtet, dass Anderson ein ehemaliger Schüler der Volkshochschule ist. Er hatte sich für mehrere Mathematikkurse angemeldet, diese aber nicht abgeschlossen. Der letzte Kurs fand im Jahr 2021 statt, danach brach er die Schule ab.
Berichten zufolge führte Anderson in den letzten Jahren ein zurückgezogenes Leben, hatte weder Arbeit noch Sozialleben und ist auch nicht vorbestraft. Laut seinen Klassenkameraden wurde Anderson während der Highschool plötzlich zurückgezogen und still und begann, sein Gesicht mit einem Kapuzenpullover und seinen Mund mit den Händen zu bedecken. Andersons Verwandte gaben an, dass er möglicherweise an einer psychischen Erkrankung gelitten habe.
Laut der Swedish Evening News besaß Anderson einen Waffenschein für vier Schrotflinten. Die Evening News forderten die örtliche Polizei auf, rechtliche Dokumente hinsichtlich des Waffenbesitzes des Verdächtigen bereitzustellen, dies wurde jedoch aus Vertraulichkeitsgründen abgelehnt. Darüber hinaus bewarb er sich mehrmals um den Militärdienst, wurde jedoch jedes Mal aufgrund unzureichender akademischer Qualifikationen abgelehnt.
Die Polizei von Örebro bestätigte, dass der Verdächtige allein gehandelt habe. Während des Angriffs trug er drei Waffen und ein Messer bei sich, darunter eine Schrotflinte. Der schwedische Ministerpräsident Kristersson hatte zuvor erklärt, dass es sich bei der Schießerei um die schlimmste Massenschießerei in der schwedischen Geschichte handele.
Laut Reuters liegt die Waffenbesitzrate in Schweden im europäischen Vergleich relativ hoch, was hauptsächlich auf die Jagd zurückzuführen sei.