Platinpreis versucht Erholung
Die Platin-Futures stiegen auf fast 2.100 US-Dollar pro Unze und versuchten damit, sich von ihrem Vierwochentief der Vorwoche zu erholen, trotz der allgemeinen Schwäche der Edelmetallmärkte.
Gestützt wurde der Preis weiterhin durch die anhaltende Industrienachfrage, insbesondere nach Katalysatoren für Kraftfahrzeuge, und das strukturell knappe Angebot aufgrund begrenzter Minenproduktion und niedriger oberirdischer Lagerbestände.
Der globale Platinmarkt wird voraussichtlich auch 2026 das vierte Jahr in Folge ein Defizit aufweisen, was die Preise auf einem historisch hohen Niveau hält.
Zudem dürften Händler den Kursrückgang der Vorwoche zum Kauf nutzen, wodurch Platin Gold und Silber in Anbetracht der anhaltenden Ölpreisvolatilität übertreffen konnte.
Der Iran-Konflikt ging nach US-Angriffen auf die Insel Charg in die dritte Woche und schürte die Sorge um die globale Energieversorgung. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel und die regionale Energieinfrastruktur.
Gestiegene Energiekosten und Inflationsdruck haben zudem die Erwartungen an kurzfristige Zinssenkungen der US-Notenbank Fed und anderer großer Zentralbanken gedämpft.