Silberpreis bricht um 10 % ein – Iran-Krieg im Fokus

Der Silberpreis fiel am Donnerstag um über 10 % auf fast 65 US-Dollar pro Unze und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Mitte Dezember. Grund dafür war die zunehmende Volatilität im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg und die restriktivere Geldpolitik der Zentralbanken.

Nachdem die großen Banken die Zinsen unverändert ließen, passten Anleger ihre Erwartungen an und verwiesen auf Inflationsrisiken und geopolitische Unsicherheit.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) beließ die Zinsen unverändert und warnte vor den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts und der anhaltenden Inflation. Fed-Chef Jerome Powell ließ eine Zinserhöhung nicht außer Acht.

Der Gouverneur der japanischen Zentralbank (BoJ), Kazuo Ueda, deutete eine mögliche Zinserhöhung im April an, während die Bank of England die Zinsen zwar einstimmig beibehielt, aber unerwartet restriktivere Kurs einschlug.

Die Märkte gehen nun davon aus, dass die Fed ihre geldpolitische Lockerung bis 2027 fortsetzen wird und preisen zwei Zinserhöhungen der BoE in diesem Jahr ein. Dies belastet die Aussichten für den Silberpreis erheblich.