S&P bestätigt Albaniens Rating mit BB und stabilem Ausblick
Standard & Poor’s (S&P) Global Ratings hat Albaniens langfristiges Länderrating mit BB und stabilem Ausblick bestätigt. Das albanische Finanzministerium begründete die Entscheidung mit der robusten Wirtschaft, den disziplinierten öffentlichen Finanzen, den starken Devisenreserven, dem gesunden Bankensektor und den Fortschritten beim EU-Beitritt.
Die Ratingagentur prognostiziert für 2026 ein reales BIP-Wachstum von 3,7 % und für die Jahre 2027 bis 2029 ein jährliches Wachstum von über 3 %. Der Tourismus bleibe dabei ein wichtiger Motor des Wirtschaftswachstums, so das Ministerium in einer Pressemitteilung. Starke, durch den Tourismus bedingte Dienstleistungseinnahmen hätten Albaniens Außenhandelsposition strukturell gestärkt und dazu beigetragen, das Leistungsbilanzdefizit auf einen niedrigen einstelligen Bereich zu reduzieren.
Im Hinblick auf die öffentlichen Finanzen prognostiziert S&P für 2026 ein Haushaltsdefizit von rund 2,4 % des BIP. Dies liegt aufgrund konservativerer Wachstumsannahmen leicht über dem Regierungsziel von 2,3 %. Die durchschnittlichen Defizite werden voraussichtlich bis 2029 bei etwa 2 % des BIP liegen. Die Staatsverschuldung soll sich im Rahmen des Haushaltsgesetzes bei rund 50 % des BIP stabilisieren. Dies spiegelt einen umsichtigen fiskalpolitischen Ansatz wider, der die anhaltende Finanzstabilität unterstützt.
Die Devisenreserven haben sich deutlich verbessert und erreichten im Januar 2026 8,7 Milliarden US-Dollar (7,5 Millionen Euro), ein Anstieg von 33 % gegenüber dem Vorjahr. Dieser Anstieg ist auf starke Zuflüsse aus dem Tourismus, Überweisungen und ausländische Direktinvestitionen zurückzuführen. Der Bankensektor ist weiterhin liquide, gut kapitalisiert und profitabel. Der Anteil notleidender Kredite sank auf 3,85 %, was auf hohe Kreditstandards und ein robustes Kreditwachstum zurückzuführen ist.
S&P hat Albaniens langfristiges Länderrating im März des vergangenen Jahres von BB- angehoben.