Goldpreis brach um über 5 % auf 4.560 US-Dollar pro Unze ein

Goldpreis brach am Donnerstag um über 5 % auf 4.560 US-Dollar pro Unze ein. Es war der siebte Handelstag in Folge mit Kursverlusten und der niedrigste Stand seit Anfang Januar. Anleger passten ihre Zinserwartungen nach einer Reihe restriktiver Zentralbankentscheidungen und stark gestiegenen Energiepreisen im Zuge des eskalierenden Iran-Konflikts an.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) beließ die Zinsen unverändert und begründete dies mit den unsicheren wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts und den anhaltenden Inflationsrisiken.

Die Währungshüter signalisierten, dass es keine Zinssenkungen geben wird, solange die Inflation nicht deutlich nachlässt. Fed-Chef Jerome Powell räumte zwar ein, dass eine Zinserhöhung weiterhin möglich, aber vorerst unwahrscheinlich sei.

In Japan deutete der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, eine mögliche Zinserhöhung im April an. Die Bank of England (BoE) beließ die Zinsen zwar einstimmig unverändert, verfolgte aber einen restriktiveren Kurs als erwartet.

Die Märkte erwarten nun eine Lockerung der Fed-Zinsen erst im Jahr 2027 und preisen zwei Zinserhöhungen der BoE in diesem Jahr ein, was die Attraktivität von Gold weiter schmälert.