S&P könnte den Ausblick für Serbiens Bonitätseinstufung auf negativ herabstufen

S&P Global Ratings könnte den Ausblick für Serbiens Bonitätseinstufung „BBB-“ Ende dieser Woche von „stabil“ auf „negativ“ herabstufen, so Analysten der Erste Group am Montag.

S&P ist derzeit die einzige Agentur, die Serbien mit einem Investment-Grade-Rating bewertet. Obwohl aktuell keine Ratingmaßnahme erwartet wird, bestehen laut dem wöchentlichen CEE Market Insights Report der Erste Group Research „Risiken für eine Herabstufung des Ausblicks auf negativ angesichts der jüngsten Entwicklungen“.

Im vergangenen Monat senkte Moody’s Ratings den Ausblick für Serbien aufgrund gestiegener politischer Risiken von „positiv“ auf „stabil“, bestätigte aber gleichzeitig das langfristige Emittentenrating und das Rating für vorrangige unbesicherte Schuldtitel mit Ba2. Die Agentur merkte an, dass die anhaltenden regierungsfeindlichen Proteste nach dem tödlichen Zugunglück im November 2024 und die US-Sanktionen gegen den einzigen Ölraffineriebetreiber des Landes, NIS, weiterhin Druck auf Serbiens Kreditwürdigkeit ausüben werden.

Laut dem Kalender von S&P für 2026 ist die Veröffentlichung des Ratings für Serbien für Freitag, den 13. März, geplant. S&P hatte zuletzt im Oktober 2024, vor dem Zugunglück in Novi Sad, das langfristige Bonitätsrating Serbiens in Fremd- und Landeswährung von „BB+“ auf „BBB-“ mit stabilem Ausblick angehoben, und zwar aufgrund des starken Wirtschaftswachstums und der gestiegenen externen Puffer.