Kuwaitische Nationale Ölgesellschaft kündigt Produktionskürzungen an

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Am 7. März gab die Kuwaitische Nationale Ölgesellschaft (KUMC) bekannt, dass sie aufgrund von Faktoren wie der Bedrohung der Schifffahrtssicherheit in der Straße von Hormus durch den Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Irak sowie einem Mangel an Schiffen für den Transport von Rohöl und Raffinerieprodukten in eine Situation höherer Gewalt geraten sei. Sie hat daraufhin die Rohölproduktion und die Raffineriekapazität reduziert.

Laut ausländischen Medienberichten machte das Unternehmen keine Angaben zum genauen Umfang der Produktionskürzungen, erklärte jedoch, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handle und die Maßnahmen je nach Entwicklung der Lage überprüft würden. Die KUMC erklärte außerdem, dass sie bereit sei, die Produktionskapazität wieder aufzunehmen, sobald die Bedingungen dies zulassen.

Aufgrund des andauernden Konflikts ist der Öltransport im Nahen Osten weiterhin beeinträchtigt. Große Ölförderländer wie Irak und Katar hatten bereits zuvor Produktionskürzungen angekündigt. Analysten prognostizieren, dass angesichts der zunehmend angespannten Öllagerkapazitäten in der Region auch andere große Ölförderländer wie die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien gezwungen sein werden, ihre Produktion zu drosseln. JPMorgan Chase schätzt, dass die durchschnittliche tägliche Rohölproduktion im Nahen Osten bis Ende nächster Woche um mehr als 4 Millionen Barrel sinken könnte, sollte die Straße von Hormus, ein wichtiger globaler Energiekorridor, weiterhin blockiert bleiben.

Berichten zufolge produzierte Kuwait, ein bedeutendes Ölförderland der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), im Februar rund 2,6 Millionen Barrel Rohöl pro Tag.

Der Konflikt zwischen den USA und Israel im Irak hat zu einem starken Anstieg der internationalen Ölpreise geführt. Zum Handelsschluss am 6. stieg der Preis für leichtes Rohöl der Sorte WTI zur Lieferung im April an der New York Mercantile Exchange um 9,89 US-Dollar auf 90,90 US-Dollar pro Barrel, ein Plus von 12,21 Prozent. Der Preis für Brent-Rohöl zur Lieferung im Mai an der Londoner ICE Futures Exchange stieg um 7,28 US-Dollar auf 92,69 US-Dollar pro Barrel, ein Plus von 8,52 Prozent. Der Preis für leichtes Rohöl der Sorte WTI zur Lieferung im April stieg in der vergangenen Woche um kumulativ 35,63 %. Dies ist der größte wöchentliche Anstieg seit Beginn des Rohöl-Futures-Handels im Jahr 1983.

Laut Reuters werden die Energiepreise aufgrund von Schäden an Energieanlagen, logistischen Störungen und erhöhten Transportrisiken infolge des Konflikts – selbst bei einem schnellen Ende des Konflikts – noch Wochen oder sogar Monate weiter steigen und damit die Weltwirtschaft gefährden.