Pfund fällt inmitten der Spannungen im Nahen Osten auf Zweieinhalbmonatstief

Das Pfund Sterling (GBP) gegenüber dem US-Dollar (USD) fiel auf etwa 1,33 USD und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 9. Dezember. Anleger wogen die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen des eskalierenden Nahostkonflikts neben dem steigenden Inflationsdruck und der Möglichkeit einer restriktiveren Geldpolitik der Bank of England ab.

EUR/GBP-Kurs: 0,8695

Die regionalen Spannungen verschärften sich, nachdem Berichte die Runde machten, wonach US-Präsident Donald Trump iranisch-kurdische Kräfte im Irak zu Angriffen auf den Iran ermutigt hatte, Aserbaidschan nach iranischen Raketenangriffen vor Vergeltungsmaßnahmen warnte und Kuwait die Abwehr von Raketen und Drohnen in seinem Luftraum bekannt gab.

Der daraus resultierende Anstieg der Energiepreise dürfte die Inflation in ganz Europa weiter hochhalten und die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Bank of England verringern.

Auf den britischen Geldmärkten wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung in diesem Monat nun auf unter 20 % geschätzt, ein deutlicher Rückgang gegenüber über 80 % vor dem Konflikt. Die britischen Zinsfutures preisen eine Wahrscheinlichkeit von unter 50 % für eine einzige Zinssenkung bis Ende 2026 ein.