Euro stabilisiert sich nahe Mehrwochentief inmitten der Spannungen im Nahen Osten
Der Euro(Euro Exchange rate) stabilisierte sich bei rund 1,16 US-Dollar und damit nahe seinem niedrigsten Stand seit dem 16. Januar. Anleger bewerteten die potenziellen Folgen des eskalierenden Nahostkonflikts, die steigenden Inflationsrisiken und die Aussicht auf eine restriktivere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).
Die Konfrontation hat sich verschärft. Berichten zufolge versenkte ein US-U-Boot ein iranisches Kriegsschiff nahe Sri Lanka, und die NATO-Luftabwehr fing eine iranische ballistische Rakete ab, die auf die Türkei abgefeuert worden war.
Der daraus resultierende Anstieg der Energiepreise dürfte den Inflationsdruck in ganz Europa aufrechterhalten und die Erwartung verstärken, dass die EZB eine restriktivere Geldpolitik verfolgen könnte.
Die Daten vom Februar untermauerten diese Befürchtungen: Die jährliche Inflation im Euroraum lag bei 1,9 % und die Kerninflation bei 2,4 % – beides über den Prognosen.
Die Märkte schätzen die Wahrscheinlichkeit einer EZB-Zinserhöhung bis Jahresende nun auf rund 40 %. Dies steht im Gegensatz zu den ähnlichen Einschätzungen der Vorwoche, die eher auf eine Zinssenkung hindeuteten. Die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung bis Juni 2027 wird auf etwa 60 % geschätzt.