Japan startet Erschließung von Seltenen Erden in Namibia
Die japanische Regierung wird die Erschließung von Seltenen Erden in Namibia, im Südwesten Afrikas, vorantreiben. Eine lokale Untersuchung der Japan Energy and Metals National Corporation (JOGMEC) bestätigte die Dysprosium- und Terbiumvorkommen Namibias, die in Motoren für Elektrofahrzeuge und anderen Anwendungen Verwendung finden. Die Suche nach Unternehmen für die Minenerschließung hat begonnen. Auch der Bau einer Raffinerie zur Entfernung von Verunreinigungen wird erwogen.
Seltene Erden sind unverzichtbare Rohstoffe für die Entwicklung fortschrittlicher Technologien. Prognosen zufolge wird sich die Nachfrage nach Seltenen Erden bis 2040 gegenüber 2024 mehr als verdoppeln. Japan diversifiziert aus Gründen der wirtschaftlichen Sicherheit sein Beschaffungsnetzwerk.
Derzeit kontrolliert China den Großteil der weltweiten Produktion von Seltenen Erden. Nach Äußerungen der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi zu potenziellen Bedrohungen für Taiwan hat China die Exportkontrollen für Seltene Erden nach Japan verschärft.
JOGMEC und die Sojitz Corporation investierten 2011 gemeinsam in Lynas, Australiens größtes Unternehmen für Seltene Erden. Lynas liefert bereits Dysprosium und Terbium nach Japan. 2025 investierte JOGMEC zusammen mit der Iwatani Corporation in ein französisches Unternehmen für Seltene Erden und unterzeichnete einen Liefervertrag, der auch Dysprosium umfasste.